infos

 

  Mehr TOPNEWS (NEU jetz auch in Englisch , NEW now also into English)

 
A I D S  Acquired Immune Deficiency Syndrome    
       (Syndrom der erworbenen Immunschwäche)
H I V
 =   Human Immunodeficiency Virus       
       (Menschliches Immunschwäche-Virus).  
1

 

Alle zehn Sekunden eine HIV-Neuinfektionen weltweit. = 6 pro Minute =360 pro Stunde = 8640 pro Tag = 60480 pro Woche =241920 pro Monat = 2903040 pro Jahr 

2

Jeden Tag sterben 8000 Menschen an Aids. Also aller 11 Sekunden einer.

3

Pro Tag infizieren sich in Deutschland sieben Menschen mit dem HIV-Virus. Das sind 2555 Neuinfektionen im Jahr.

 NEWS                                 Mit Eiweiß gegen HIV?                                    NEWS

Niederländische Wissenschaftler haben in Laborversuchen herausgefunden, dass ein bestimmtes Eiweiß aus Kuhmilch das Potential hat, die Verbreitung von HIV im Körper zu stoppen. Beim Amsterdamer Academic Medical Center hat man Versuche mit dem Eiweiß Lactoferrin gemacht. Die bisherigen Untersuchungen haben gezeigt, dass  Lactoferrin in der Lage ist, sich an die so genannten dendritischen Zellen anzudocken, die Teil des menschlichen Immunsystems sind. Dort verhindert das Protein, dass sich das HI - Virus über diese Zellen ins Lymphsystem verbreitet. Das Trinken von Milch, egal in welchen Mengen, hilft allerdings nicht gegen HIV. Denn das Protein Lactoferrin wird im Magen gleich aufgespalten und verwertet.

(Quelle: Direkt, Nr. 218, Donnerstag 16.11.06)

Angaben in Tausend: 1. HIV-Infizierte, 2. HIV-Neuinfizierte 2005,

  3. Aidstote 2005  

  1. 2. 3.
Nordamerika/ West-u. Zentraleuropa
2000
65
30
Karibik, Lateinamerika
330
37
27
Nordafrika und Naher Osten
440
64
37
Subsahara-Afrika
24500
2700
2000
Osteuropa und Zentralasien
1500
220
53
Asien
8300
930
600
Ozeanien
78
7
3

 

 

AIDS-Krankheitsverlauf

Infiziert heißt nicht krank

Von Mensch zu Mensch verläuft eine HIV-Infektion sehr unterschiedlich. Es kann bis zu 15 Jahre dauern bis erste Symptome auftauchen.
Sabine Olff

 

 

 
freddie_dpa

Freddie Mercury starb am 24. November 1991 an den Folgen seiner HIV-Infektion

 

Die HI-Viren schwächen das Immunsystem. Ihr bevorzugtes Angriffsziel sind die T-Helfer-Zellen der körpereigenen Abwehr. In ihnen vermehrt sich das Virus millionenfach und lässt die Zellen schließlich zugrunde gehen.

Normalerweise helfen T-Zellen anderen Akteuren des Immunsystems die Abwehr von Krankheitserregern zu steuern. Je weniger Helferzellen, desto ineffektiver arbeitet das Immunsystem. Bei fortgeschrittener Abwehrschwäche (AIDS) geht der Schutz vor bestimmten Krankheiten schließlich verloren.

Nach wenigen Wochen

Bereits kurz nach der Infektion legt das Virus mit seiner Vermehrung los – allerdings nur vorrübergehend. Das bleibt nicht unentdeckt: Das Immunsystem produziert bestimmte Eiweiße, so genannte Antikörper, gegen den Eindringling. Sie sollen das Virus als fremd markieren, damit die körpereigene Abwehr den Erreger erkennen und schließlich vernichten kann.

Allerdings können die Antikörper nicht in die Wirtszellen der Viren eindringen - einer der Gründe weshalb eine effektive Abwehrreaktion gegen die HI-Viren ausbleibt.

Die verstärkte Antikörper-Produktion spiegelt sich in vergrößerten Lymphknoten an verschiedenen Körperstellen wieder. Dort reifen nämlich die Antikörper-produzierenden Plasmazellen heran. Zwölf Wochen nach der Infektion können diese Antikörper zuverlässig nachgewiesen werden.

Direkt-Nachweis

Der Nachweis der Antikörper ist eine von zwei Möglichkeiten wie man auf eine HIV-Infektion testen kann. Mittlerweile kann das Virus mit einer aufwendigen molekularbiologischen Methode aber auch selbst aufgespürt werden. Dieser Direkt-Nachweis ist schon eine Woche nach der Infektion möglich.

Bei den meisten Infizierten treten in den ersten Wochen neben den vergrößerten Lymphknoten Grippe-ähnliche Symptome auf: Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfälle, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Fieber. Zudem kann es zu Halsentzündungen und Hautausschlägen kommen. Nach ein bis zwei Wochen klingen die Symptome der akuten HIV-Erkrankung wieder ab.

 

 

Blinder Passagier

Es folgt eine symptomfreie Phase. Dieser Zeitraum kann 15 Jahre oder auch nur sechs Monate andauern. Auch wenn keine äußerlichen Anzeichen der HIV-Infektion zu erkennen sind, treibt das Virus weiterhin sein unheil: Es vermehrt sich und schwächt dadurch das Immunsystem.

Die körpereigene Abwehr versucht sich mit aller Kraft gegen den Eindringling zu wehren, doch irgendwann verliert sie den Kampf. Erste unspezifische Symptome können auftreten: beispielsweise lang andauernde Lymphknotenschwellungen, starker Nachtschweiß und anhaltende Durchfälle.

Abhängig von Therapieerfolg, Lebensstil, psychischer Situation und sonstigen Begleiterkrankungen treten die ersten Krankheitssymptome früher oder später auf.

Die Anzahl der T-Helferzellen im Blut liefert verlässliche Informationen über den Zustand des Immunsystems. Normalerweise sind in einem Mikroliter Blut 800 bis 1500 Helferzellen zu finden. Sind weniger als 250 Zellen pro Mikroliter nachweisbar ist die körpereigene Abwehr so sehr geschwächt, dass Infektionen durch Viren, Pilze, Parasiten oder Bakterien auftreten, die normalerweise vom Immunsystem in Schach gehalten werden.

Schwerer Immundefekt

Erst wenn sich die körpereigene Abwehr gegen bestimmte Infektionskrankheiten nicht mehr zur Wehr setzen kann, spricht man von einem erworbenen Immundefekt oder von AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome).

Dazu zählt zum Beispiel eine schwere Form der Lungenentzündung. Aber auch Tumorerkrankungen, die durch Viren hervorgerufen werden, sind bei AIDS-Patienten häufig: Das Kaposi-Sarkom, das Haut und Schleimhäute befällt, Gebärmutterhalskrebs sowie Lymphome sind typische Krebsarten die im Zusammenhang mit AIDS auftreten können.

Der schwere Immundefekt kann aber auch zu erheblichen Einschränkungen der Hirnfunktionen führen. Das HI-Virus ist in der Lage die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Langsam und unauffällig greift der Erreger Nervenfasern an und schädigt sie.

 

AIDS-Leben

Medikamente bestimmen das Leben

Ein Pillencocktail hält die Vermehrung der Erreger in Schach. Allerdings machen starke Nebenwirkungen den Patienten zu schaffen.
Sabine Olff

 
 
medikamente_ap

Ein Bild aus vergangenen Zeiten: Mittlerweile müssen HIV-Infizierte nur noch zwei bis drei Pillen pro Tag eingenommen werden. Früher waren es bis zu 25

 

Noch immer ist AIDS nicht heilbar. Allerdings gibt es eine ganze Reihe von Medikamenten, die die rasante Vermehrung von HIV bremsen. Sie greifen an unterschiedlichen Stellen im Replikationszyklus der Viren an (Antiretrovirale Therapie).

Vorbeugend können auch viele der Infektionskrankheiten behandelt werden, gegen die sich der Körper der HIV-Patienten irgendwann nicht mehr wehren kann. Das gilt beispielsweise für eine schwere Form der Lungenentzündung (PcP) oder die Toxoplasmose. Ausgelöst durch einen Parasiten kann die Toxoplasmose zu Lähmungen oder Taubheitsgefühl in Armen oder Beinen, zu Sprach-, Seh- oder Hörstörungen, zu Benommenheit und Konzentrationsschwäche führen.

Drei verschiedene Medikamente

In Deutschland ist heutzutage eine Antiretrovirale Therapie mit einem einzigen Medikament nicht mehr üblich. Eine Kombinationstherapie ist an die Stelle der Monotherapie getreten. Meist werden drei verschiedene Medikamente gegen HIV eingesetzt. Der Grund: Das Virus kann effektiver bekämpft werden und die Gefahr, dass der Erreger unempfindlich gegenüber der Therapie wird, ist geringer.

Die Einnahme mehrerer Medikamente am Tag erfordert aber von den Patienten eine hohe Disziplin. Viele beschreiben ihren Alltag so: „Mein Leben bestimmen die Medikamente.“ Auch wenn nicht mehr wie früher fast 25 verschiedene, sondern meist nur noch zwei oder drei pro Tag eingenommen werden müssen, ist dies für Betroffenen sehr belastend.

Gesteigerte Herzinfarktrate

Oftmals muss zusätzlich die Ernährung auf die Therapie abgestimmt werden. Außerdem können starke Nebenwirkungen die Behandlung begleiten. So klagen viele Patienten über Durchfall und starke Übelkeit.

Langfristig kann die Therapie auch zur Umverteilung des Körperfetts führen: Das Gesicht wird hager, die Arme spindeldürr und der Bauch dick. Zudem steigen die Blutfett- und die Blutzuckerwerte. Experten befürchten daher, dass langfristig viele der HIV-Infizierten unter Gefäßerkrankungen leiden werden. So könnte auch die Herzinfarktrate unter den Patienten deutlich ansteigen.

Viele der Infizierten klagen zudem über Stimmungsschwankungen, Depressionen, Konzentrationsstörungen und teilweise auch über Halluzinationen oder Wahnvorstellungen. Sowohl die Wirkstoffe als auch die Viren selbst scheinen diese zentralnervösen Störungen auszulösen.

Lebenserwartung steigt

Die Erfolge überwiegen aber meist die Belastungen, die mit der Kombinationstherapie einhergehen: Die beschwerdefreie Zeit kann verlängert oder die Symptome zumindest gelindert werden. Die Lebenserwartung steigt.

Allerdings stellt sich fast jeder HIV-Patient irgendwann die Frage wann er mit der Behandlung beginnen soll. Ist es angebracht schon während der symptomfreien Zeit die Medikamentencocktails zu schlucken oder erst wenn bereits Beschwerden aufgetreten sind?

Mediziner orientieren sich bei dieser Entscheidung an Laborwerten: Abhängig davon wie stark der Immundefekt ausgeprägt ist, wird eine Empfehlung für oder gegen die Therapie ausgesprochen. Die Zahl der freien Viren im Blut und die Menge der T-Helfer-Zellen geben Auskunft über den Zustand des Patienten. Sind bereits HIV-bezogene Symptome aufgetreten, raten die Mediziner fast immer zum Therapiebeginn
.

Bald eine bessere Therapie?

Doch nicht nur die Blutwerte können die Entscheidung beeinflussen. Nicht jeder will und kann sich ständig mit seiner HIV-Infektion auseinander setzen, sich regelmäßig untersuchen lassen, täglich mehrmals Tabletten einnehmen und Nebenwirkungen riskieren.

Teils drängen sich auch Fragen auf wie: Gibt es vielleicht bald eine bessere Therapie auf die es sich zu warten lohnt? Oder: Welche Mittel gibt es noch, wenn die Viren auf die Behandlung nicht mehr reagieren?

Auch die Mediziner registrieren die unempfindliche HIV-Stämme mit großer Sorge: Werden die Wirkstoffe in zu geringer Konzentration verabreicht, wird sich das Virus weiterhin vermehren. Verändert der Erreger in dieser Situation seine Erbinformation kann er gegenüber den Medikamenten resistent werden. Das geschieht auch, wenn die Patienten die festen Einnahmezeiten ihrer Medikamente nicht befolgen
.

Resistente Viren

Das fatale daran: Auch wenn die Wirkstoffmenge wieder erhöht wird, beeinträchtigt dies das genetisch veränderte Virus nicht mehr. Dann müssen die Medikamente ausgetauscht werden. Aber nicht immer ist dies erfolgreich: Sobald das Virus gegen ein bestimmtes Medikament resistent ist, kann sich die erworbene Unempfindlichkeit auch auf andere Wirkstoffe aus derselben Substanzgruppe ausdehnen.

Für den Patienten bedeutet dies: Ständiges Hoffen und Bangen, dass die neue Medikamentenkombination das Virus wieder in Schach halten kann
.

 

Syphilis (Lues) ist eine durch Bakterien (Treponema pallidum) verursachte sexuell übertragbare Erkrankung.

Die Syphilis wurde früher als typische Geschlechtskrankheit angesehen. In den 90er Jahren schien die Syphilis in Westeuropa fast ausgestorben zu sein. Seit etwa 4 Jahren werden jedoch - nicht nur - in Deutschland wieder zunehmend Neuerkrankungen festgestellt. Heute sind hauptsächlich sind Männer, die mit Männern Sex haben betroffen.

Leider werden viele Menschen mit einer Syphilis nicht bzw. nicht ausreichend behandelt. Dies hat mehrere Gründe: Da die frühen Symptome der Syphilis häufig recht harmlos oder irreführend sind oder von selbst verschwinden, wird oft kein Arzt aufgesucht. Nicht selten wird auch die Behandlung zu früh abgebrochen, weil die Symptome verschwunden sind.

  • Eine unbehandelte Syphilisinfektion erhöht das Risiko für eine Ansteckung mit dem HI-Virus erheblich.
  • Kondome schützen vor HIV, jedoch nur bedingt vor einer Ansteckung mit Syphilis.
  • Syphilis wird u.a. durch ungeschützten Anal-, Vaginal- und Oralverkehr sehr leicht übertragen; sogar durch Küssen kann eine Syphilis übertragen werden.
  • Nicht immer machen sich Symptome bemerkbar, an denen man erkennt, daß man sich angesteckt hat.
  • Für die Behandlung gibt es wirksame Antibiotika.
  • Früh erkannt, kann die Syphilis geheilt werden.
  • Unbehandelt kann sie im weiteren Verlauf zu unheilbaren Organschäden führen.
  • Bei Menschen mit HIV kann die Syphilis wesentlich schneller und heftiger verlaufen.

nach oben




Gratis Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!